11. Juni 1964, Volkhoven : Ein geistesgestörter Invalide
tötet in einer Schule im nordrhein-westfälischen Volkhoven mit einem
selbstgebastelten Flammenwerfer zehn Menschen und verletzt zwanzig weitere. Der
Täter vergiftet sich danach mit einem Pflanzenschutzmittel.
20. August 1974, Neunkirchen : Ein kaufmännischer Angestellter tötet bei
einem Amoklauf in Neunkirchen im Saarland fünf Menschen mit Pistolenschüssen
und verübt danach Selbstmord.
3. Oktober 1976, Heide : Ein 50jähriger Amokläufer erschießt im
schleswig-holsteinischen Heide drei Menschen mit einem Kleinkalibergewehr und
verletzt drei weitere zum Teil schwer. Anschließend erschießt er sich selbst.
25. Juni 1982, Nürnberg : Ein 26 Jahre alter Rechtsextremist erschießt drei
Ausländer in einer Diskothek in Nürnberg und verletzt drei weitere schwer. Nach
einem Schusswechsel mit der Polizei tötet er sich selbst.
3. Juni 1983, Eppstein-Vockenhausen : Ein Mann bringt in einer Schule im
hessichen Eppstein- Vockenhausen drei Schüler, einen Lehrer und einen
Polizisten mit Schüssen um, 14 weitere Schüler werden verletzt. Der Täter
richtet die Waffe gegen sich selbst.
29. August 1985, Karlsruhe : Ein 32jähriger Mann erschießt bei einer Amokfahrt
durch mehrere Karlsruher Vororte fünf Menschen; vier weitere werden zum Teil
schwer verletzt.
4. März 1988, Dorfen : Ein 37jähriger Jugoslawe tötet im bayerischen Dorfen
drei Polizeibeamte mit Schüssen aus einer großkalibrigen Waffe und verletzt einen
weiteren schwer.
9. März 1994, Euskirchen : Mit Pistolenkugeln und einem Sprengsatz tötet ein
von seiner Freundin wegen Körperverletzung verklagter Mann in einem
Gerichtssaal in Euskirchen sechs Menschen - unter ihnen seine Freundin und den
Richter, sechs weitere verletzt er schwer. Der Täter selbst überlebt den
Amoklauf nicht.
30. März 1995, Berlin : Fünf Vietnamese sterben in einem Krieg zwischen zwei
verfeindeten Mafiabanden. Sie werden in einer Wohnung exekutiert aufgefunden.
7. April 1995, Bremen : Bei einem Banküberfall erschießt der Täter in der
Filiale zwei Menschen, einen Angestellten und einen Kunden. Er kann später
festgenommen werden.
28. Juli 1995, Köln : Auf dem Messegelände stürmt die Polizei einen entführten
Bus. Der Geiselnehmer, der in den USA lebende 31-jährige Israeli Leon Bor,
begeht Selbstmord. Das Geiseldrama begann um zehn Uhr, als ein blauer
Stadttour-Bus in der Nähe des Doms zu einer Rundfahrt startete. Bei einem Stopp
in Köln-Deutz erhob sich der Mann und zog eine Sturmhaube und einen olivgrünen
Kampfanzug über. Als die von Passanten alarmierte Polizei erschien, begann der
Mann auf die Beamten zu schießen. Ein Beamter wurde in den Bauch getroffen.
Während der folgenden Stunden gelang vier Geiseln die Flucht, die vierte wurde vom
Täter durch einen Schuss verletzt. Als die Polizei um 17.44 Uhr stürmt, findet
sie den Fahrer und eine weitere Geisel erschossen.
12. Mai 1996, Berlin : Eine Fehde zwischen verfeindeten Gruppierungen in der
vietnamesischen Zigarettenmafia fordert im Berliner Stadtteil Marzahn erneut
sechs Tote. Drei Tage später kommen bei einer Vergeltungsaktion drei weitere
Vietnamesen ums Leben.
1.April 1997 Reilingen : Eine Tote und sieben zum Teil schwer Verletzte
hinterlässt ein 25jähriger US-Amerikaner nach einem vermutlich durch ein
Beziehungsdrama mit seiner 25jährigen Freundin ausgelösten Amoklauf im
baden-württembergischen Reilingen.
13. April 1998 Bad Klosterlausitz : Ein 32jähriger Sprengstoffexperte des
Landeskriminalamts Thüringen hält mit einem 13stündigen Amoklauf die Polizei in
Thüringen und Bayern in Atem. Bei einem Streit mit seiner ehemaligen
Lebensgefährtin erschießt er einen 25jährigen. Auf der Flucht verletzt er einen
Zivilfahnder schwer und nimmt eine Geisel.
15. Juni 1998, Ribnitz-Damgarten : Ein 55jähriger läuft wegen Streitigkeiten
in seinem Schützenverein Amok. Er tötet zwei Menschen und verletzt zwei
weitere, bei der Verhaftung begeht der Mann Selbstmord.
23. August 1998, Wolfsburg : Ein 57 Jahre alter Familienvater erschießt in
Wolfsburg (Niedersachsen) seinen Schwiegervater und zwei Brüder seiner Frau.
Vier andere Familienmitglieder werden verletzt.
16. Mai 1999, Dillingen : In Dillingen schießt der 36-jährige Amokläufer
Hermann Günter Ewen in einem Tanzlokal wahllos um sich und trifft zwei Menschen
tödlich. Anschließend geht er zur Wohnung eines Bekannten und erschießt diesen
und dessen Frau. Im französischen Grenzort Siereck-les-Baines dringt er in ein
Wohnhaus ein und verletzt den Wohnungsinhaber tödlich. Der Amokläufer richtet
sich am nächsten Tag selbst in einem Hotel in Luxemburg. Elf Menschen werden
zum Teil schwer verletzt.
1. August 1999, Hagen : In Hagen eröffnet ein 24-Jähriger ohne Vorwarnung
das Feuer auf einen Streifenpolizisten. Der Beamte stirbt eine Woche später.
Auf der Flucht erschießt der Täter eine 41-jährige Frau und tötet sich dann
selbst.
13. August 1999, Uelzen : Ein 31jähriger Ex-Boxer ersticht während der
Essensausgabe in der JVA Uelzen den stellvertretenden Anstaltsleiter mit einem
Messer, drei weitere Personen verletzt er schwer. Anschließend begeht der Mann
Selbstmord.
1. November 1999, Bad Reichenhall : Im oberbayerischen Kurort Bad
Reichenhall schießt ein 16-jähriger wahllos auf Passanten vor seinem
Elternhaus. Drei Menschen werden getötet und sechs weitere zum Teil schwer
verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch der Schauspieler Günther
Lamprecht. In der Wohnung finden die Beamten die Leichen des mutmaßlichen
Täters und dessen Schwester.
9. November 1999, Bielefeld : In Bielefeld erschießt ein 34-Jähriger aus Wut
über einen zurückgewiesenen Heiratsantrag vier Frauen und drei Männer einer
Großfamilie. Nach stundenlanger Flucht tötet sich der Mann in Tübingen mit
einem Kopfschuss.
8. März 2000, Zwintschöna : Bei einer Zwangsräumung eines Hauses nahe Halle
werden fünf Leichen entdeckt, die von vier Kindern und ihrer Großmutter. Der
Familienvater, der für die Taten verantwortlich ist, wird am nächsten Tag bei
einem Selbstmordversuch festgenommen.
1. Juni 2000, Westerholt : Im ostfriesischen Westerholt läuft ein
54-jähriger Arzt nach einem heftigen Streit vor einem Supermarkt Amok und
erschießt zwei Männer. Drei weitere Menschen werden verletzt.
14. Juni 2000, Dortmund : In Dortmund schießt ein offenbar psychisch kranker
31-Jähriger auf zwei Polizisten, die ihn kontrollieren wollten, weil er nicht
angeschnallt war. Ein 35-jähriger Beamter stirbt noch am Tatort, seine 25 Jahre
alte Kollegin erleidet einen Beinschuss. Auf seiner Flucht hält der Täter in
Waltrop neben einem Polizeiwagen und feuert ohne Vorwarnung hinein. Eine
34-jährige Polizistin und ein 36 Jahre alter Kollege sterben. Der Täter tötet
sich mit einem Kopfschuss.
22. Dezember 2000, Salzgitter : In Salzgitter erschießt ein 24-Jähriger
sechs Familienangehörige und verletzt seine Mutter lebensgefährlich.
26. April 2001, Neubeuern : Im oberbayerischen Dorf Neubeuern erschießt ein
33-Jähriger Kosovo-Albaner den Chef seiner Frau und eine andere Mitarbeiterin
einer Maschinenschlosserei. Seine Frau und eine weitere Mitarbeiterin werden
schwer verletzt. Anschließend richtet er die Waffe gegen sich selbst. Der
Amokläufer und die 32-jährige Mitarbeiterin erliegen am nächsten Tag ihren
Verletzungen.
19. Februar 2002, Freising : Ein 22-Jähriger stürmt mit zwei Pistolen, drei
Rohrbomben und einer Handgranate an seinen früheren Arbeitsplatz in Eiching bei
München und erschießt zwei ehemalige Vorgesetzte im Alter von 39 und 41 Jahren.
Im Anschluss fährt er im Taxi zu der früher von ihm besuchten Wirtschaftsschule
in Freising, tötet den 52-jährigen Rektor mit Kopfschuss und verletzt mehrere
Lehrer. Wenig später wird der als Waffennarr bekannte Mann mit einem Kopfschuss
in einem Raum der Schule gefunden.
26. April 2002, Erfurt : Am Erfurter Gutenberg-Gymnasium kommt es zu einem
in Deutschland bisher noch nie da gewesenen Amoklauf. Ein 19jähriger erschießt
mit einer Pumpgun 14 Lehrer, zwei Schüler und einen Polizisten, ehe er sich
selber erschießt. Motiv des Schülers, der Monate vorher von der Schule flog,
war offenbar Rache. Der Täter zieht dabei von Klassenzimmer zu Klassenzimmer,
um nach seinen Opfern zu suchen.
15. Mai 2003, Ludwigshafen : Ein 69-jähriger Italiener tötet in Ludwigshafen in
zwei Arztpraxen zwei Mediziner und seine Ehefrau. Anschließend nimmt er sich
selbst das Leben.
21. Juni 2003, Düsseldorf : Ein 64-jähriger Mann rast in der Düsseldorfer Innenstadt
mit seinem Sportwagen absichtlich in zwei vollbesetzte Straßencafes. 14 Menschen werden
dabei schwer verletzt.